{"id":145,"date":"2008-11-27T23:38:57","date_gmt":"2008-11-27T22:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ani.donmai.ch\/?p=145"},"modified":"2008-11-27T23:44:44","modified_gmt":"2008-11-27T22:44:44","slug":"kurzkritiken-toradora-kannagi-hyakko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ani.donmai.ch\/?p=145","title":{"rendered":"Kurzkritiken: Toradora, Kannagi, Hyakko"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/bored.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Momentan f\u00e4llt mir beim Schauen aktueller Serien gerade nichts Sinnvolles ein, wor\u00fcber sich was l\u00e4nger schreiben liesse. Hinzu kommt einmal wieder eine \u00e4rgerliche Schreibblockade. Nichts ist m\u00fchsamer als ein weisses Blatt oder einen weissen Bildschirm vor sich zu haben, die einen mit &#8220;jetzt schreib doch mal!&#8221; anschreien. Aber \u00dcbung macht ja bekanntlich den Meister<!--more-->, also begn\u00fcge ich mich heute mit einigen Kurzreviews zu aktuell laufenden TV-Serien:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/toradora01.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Toradora!<\/strong><\/p>\n<p>Ein vermeintlicher Badboy-Obersch\u00fcler mit herzensguter Seele wird zum unfreiwilligen Lakai einer kleinen, aggressiven und schusseligen Mitsch\u00fclerin, die sich von ihm bemuttern l\u00e4sst. Der komischen Zweierbeziehung liegt ein Zweckb\u00fcndnis zugrunde: Beide sind heimlich in zwei weitere Mitsch\u00fcler verknallt und erhoffen sich durch Komplizenschaft, dem Objekt ihrer Begierde n\u00e4her zu kommen. Dummerweise merken beide nicht, dass sie zusammen eigentlich das beste Paar abgeben w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/toradora02.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/toradora03.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Toradora! ist eine gelungene Schulkom\u00f6die mit schr\u00e4gen und liebenswerten Figuren. Zeichnerisch und animationstechnisch f\u00fcr TV-Verh\u00e4ltnisse eher im unteren Mittelbereich angesiedelt, macht die Serie diesen Punkt mit der pfiffigen Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren Takasu Ry\u00fbji und Aisaka Taiga und ihren \u00fcberzeugenden Synchronsprechern mehr als wieder wett. Auch die anderen Figuren geben was her. Sie zeichnen sich alle durch archetypische Charakterz\u00fcge aus und haben in gewisser Beziehung nicht alle Tassen im Schrank, doch der Drehbuchautor l\u00e4sst hin und wieder durchblicken, dass hinter jeder einzelnen Figur mehr steckt. F\u00fcr einmal sind sie f\u00fcr diese Art von romantischer Schulkom\u00f6die nicht unangenehm schrill, sondern mit ihren Marotten doch recht sympathisch. Romantik liegt in der Luft. Nur der h\u00e4ssliche Kanarienvogel von Ry\u00fbji ist Fehl am Platz.<\/p>\n<p><strong>Kannagi &#8211; <em>Crazy shrine maiden<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/kannagi01.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Seit der Sch\u00fcler Jin aus einem St\u00fcck Holz eines heiligen Baumes eine Statue f\u00fcr ein Schulprojekt geschnitzt hat, muss er mit Nagi zusammenleben; die Schutzg\u00f6ttin, die der urspr\u00fcngliche Baumgott gewesen war und jetzt durch Jins Statue als Mensch zum Leben erweckt worden ist. Nagi stellt entsetzt fest, dass der heilige Baum inzwischen gef\u00e4llt wurde und der dazugeh\u00f6rende Schrein der Gegend nicht mehr existiert. Sie sieht ihre neue Aufgabe darin, mit einem, in der Spielzeugabteilung gekauften Zauberstab die Gegend von Ungeziefer und anderen &#8220;Unreinheiten&#8221; zu beseitigen. Jin soll ihr dabei helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/kannagi02.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Fazit: <em>Kannagi<\/em>, basierend auf einem gleichnamigen Manga der Autorin Eri Takenashi, \u00fcberzeugt in den ersten Folgen neben den sehr niedlichen Charakterdesigns der Protagonistinnen durch ein gutes Comedy-Timing, das den Akzent auf stillschweigende Momente vor dem grossen Knall setzt, und vor allem durch fl\u00fcssige und detailverliebte Animation (hier sticht besonders die Arbeit von Animator <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_YkkcDwjsoI\">Seiya Numata<\/a> in der zweiten Folge hervor). Die Serie ist generell ruhig, die Handlung schreitet sehr gem\u00fctlich voran und steuert bisher kein erkennbares Ziel an. Hier schw\u00e4chelt die Serie, denn die Ausgangslage b\u00f6te eigentlich genug Stoff, um ein \u00fcber mehrere Folgen spannender und abwechslungsreicher Handlungsbogen zu entfalten. Stattdessen begn\u00fcgen sich die Macher in den weiteren Folgen, das Leben von Jin und Kannagi im Schulmilieu auszuloten und auf die Niedlichkeit der Protagonistinnen zu setzen. Es kommen neben der obligatorischen Sandkastenfreundin auch eine schelmische Schwester von Nagi vor sowie einige Mitglieder von Jins Kunstklub &#8211; allesamt Figuren, die weder originell noch wirklich interessant genug sind, um der Serie die n\u00f6tige Spritzigkeit zu geben. Schade eigentlich, aber langweilig ist Kannagi bisher zum Gl\u00fcck noch nicht.<\/p>\n<p><strong>Hyakko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/hyakko01.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Gleich am ersten Schultag verl\u00e4uft sich die sch\u00fcchterne Ayumi Nonomura auf dem riesigen Gel\u00e4nde ihrer neuen Privatschule. Da macht sie Bekanntschaft mit der snobbischen Tochter eines Industriellen, Tatsuki Iizuka. Beide treffen beim weiteren Herumirren dann auf der ruhigen und gefr\u00e4ssigen Suzume Saotome, und auf Torako Kageyama, ein Energieb\u00fcndel von einem Schulm\u00e4dchen, immer bereit f\u00fcr neue Herausforderungen und Freunde. Zusammen mit anderen Mitsch\u00fclern erleben die vier an ihrer neuen Schule viel Spass.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"wp-images\/hyakko02.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In <em>Hyakko<\/em> passiert eigentlich nicht viel, und dann doch wieder jede Menge. Amerikaner w\u00fcrden diese Art von Serie etwas absch\u00e4tzig mit &#8220;<em>stupid girls doing stupid things<\/em>&#8221; bezeichnen. Erz\u00e4hlt wird das verr\u00fcckte Leben der Sch\u00fclerinnen und wie sie allm\u00e4hlich zu festen Freundinnen werden. Basierend auf einem gleichnamigen Manga, der von Flex Comix im Internet ver\u00f6ffentlicht wird, lebt der Anime von der Interaktion der verr\u00fcckten M\u00e4dchen und der Leistung der bekannten Synchronsprechinnen. Der Humor zeichnet sich vorwiegend durch Slapstick und absurden Situationen aus, deren Pointe teils verz\u00f6gert erfolgt. Dadurch ist <em>Hyakko <\/em>als Schenkelklopfer nicht f\u00fcr jedermann geeignet. Weiter kommen Character Designs und Animation hinzu, die etwas krude wirken, dem Aussehen der Manga-Vorlage jedoch treu sind. Von den drei vorgestellten Serien ist Hyakko diejenige, die am cartoonhaftesten aussieht. Die Hintergrundmusik reicht von bekannten klassischen St\u00fccken wie Vivaldis vier Jahreszeiten bis hin zu Speedmetal in der Manier von X-Japan &#8211; das alleine verleiht der Serie schon ein eigenes Profil. Pers\u00f6nlich gef\u00e4llt mir der Humor von Hyakko ziemlich gut; besonders die energische Torako hat es mir angetan. Die aberwitzige Karaoke-Szene zwischen ihr und Ushio Maunouchi in Folge 5 ist goldwert. Selten h\u00f6rt und sieht man Animecharakteren beim falschen Singen so gerne zu wie hier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Momentan f\u00e4llt mir beim Schauen aktueller Serien gerade nichts Sinnvolles ein, wor\u00fcber sich was l\u00e4nger schreiben liesse. Hinzu kommt einmal wieder eine \u00e4rgerliche Schreibblockade. Nichts ist m\u00fchsamer als ein weisses Blatt oder einen weissen Bildschirm vor sich zu haben, die einen mit &#8220;jetzt schreib doch mal!&#8221; anschreien. 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