{"id":78,"date":"2007-10-14T22:59:19","date_gmt":"2007-10-14T21:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ani.donmai.ch\/?p=78"},"modified":"2007-10-15T02:00:13","modified_gmt":"2007-10-15T01:00:13","slug":"erster-eindruck-moyashimon-01","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ani.donmai.ch\/?p=78","title":{"rendered":"Erster Eindruck: Moyashimon 01"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_mini.jpg\" style=\"margin: 1em; float: left\" \/>Es gibt sie noch, Anime-Serien, die fernab von ausgetrampelten Pfaden was Neues und Innovatives bieten. <em>Moyashimon &#8211; Tales of Agriculture<\/em> ist so eine Serie. Die erste Folge l\u00e4sst das \u00fcbliche Sh\u00f4nen- und Harem-Einerlei meilenweit hinter sich und zeigt, worauf es bei intelligenter Unterhaltung ankommt.<\/p>\n<p><em>Moyashimon<\/em> basiert auf dem gleichnamigen Manga von <em>Masayuki Ishikawa<\/em>. Es ist eine Kom\u00f6die, die sich um das Collegeleben eines jungen Agronomie-Studenten namens Tadayasu Sawaki dreht, der eine besondere Begabung hat: Sawaki kann Mikroorganismen wie Mikroben von blossem Auge sehen. <!--more-->Er sieht diese aber nicht realistisch wie bei Aufnahmen eines Elektronenmikroskops, sondern als kleine knuddelige Kreaturen, die mit ihm kommunizieren k\u00f6nnen. Man k\u00f6nnte sagen, <em>Mushishi <\/em>meets <em>Dennou Coil.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_01.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Handlung beginnt mit dem ersten Tag von Sawaki an der Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft in Tokyo. Er ist zusammen mit seinem treuen Freund Kei Y\u00fbki und wundert sich, wieso so viel Polizei auf dem Gel\u00e4nde anwesend ist. Da Sawaki vom Land kommt, glaubt er, es handle sich um eine &#8220;st\u00e4dtische&#8221; Sache. Durch verteilte Flyer kriegen beide Studenten heraus, dass eine \u00e4ltere Studentin namens Hasegawa vermisst wird. Beim durchforsten des weiten Unigel\u00e4ndes stossen beide auf einen kleinen Wald, wo Sawaki in der Luft pl\u00f6tzlich viele Bakterien schweben sieht, die f\u00fcr Verwesung zust\u00e4ndig sind. Sie folgen der Spur und treffen auf eine Lichtung, wo im Boden etwas vergraben wurde und daneben eine kleine Holztafel mit dem Namen &#8220;Hasegawa&#8221; steht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_03.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_05.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_06.jpg\" \/><\/p>\n<p>Beide alarmieren umgehend die Polizei, die die Lichtung absperren l\u00e4sst. Als sich die Polizei an die Untersuchungen macht, \u00fcberschreitet pl\u00f6tzlich ein \u00e4lterer Herr im weissen Kittel mit einer Schaufel die Absperrung und gr\u00e4bt die Stelle frei. Zum Vorschein kommt der Kadaver eines grossen Seehundes, der f\u00fcrchterlich stinkt. Der Mann schneidet ihn auf, und man sieht darin viele verwesende V\u00f6gel. Er schnappt sich einen der Vogelkadaver heraus und beisst, zum grossen Horror aller Zuschauer, gen\u00fcsslich rein. Angeblich geht es ihm dabei um den leckeren Saft des Vogels &#8211; die etwas ungew\u00f6hnliche Zubereitung ist eine Spezialit\u00e4t der Eskimos.<br \/>\nEs stellt sich schnell heraus, dass dieser ungew\u00f6hnliche Mann <em>Itsuki<\/em> heisst und der zust\u00e4ndige Mikrobiologie-Professor von Sawaki und Y\u00fbki ist. Eine h\u00fcbsche Frau in knappem Lederoutfit taucht auf und beschwert sich lauthals beim Professor. Es handelt sich um die gesuchte Hasegawa, die mit den verwesenden V\u00f6geln ein Experiment durchf\u00fchren wollte und zwischenzeitlich sich mit Freunden ausw\u00e4rts vergn\u00fcgen ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_07.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_09.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_010.jpg\" \/><\/p>\n<p>Im Labor des Professors testen Professor Itsuki und Hasegawa die aussergew\u00f6hnliche Gabe von Sawaki. Es zeigt sich, dass Sawaki eine Vielzahl von Mikrobenarten blitzschnell erkennen und auseinander halten kann. So sieht er im europ\u00e4ischen Yoghurt kleine Kreaturen, die ihm fr\u00f6hlich zuwinken, im japanischen Yoghurt hingegen solche, die sich h\u00f6flich verbeugen. Hasegawa zweifelt an Sawakis Gabe und regt sich sichtlich \u00fcber ihn auf. Sie knallt ihm Dutzende Bakterienproben auf den Tisch und verlangt, er m\u00fcsse sie alle erkennen k\u00f6nnen, was er dann auch tut. Er wiederum entschuldigt sich nebenbei bei Hasegawa und glotzt dann auf ihre F\u00fcsse. Sie vermutet, er sei ein Bondage-Fetischist, doch Sawaki l\u00e4sst bloss verlauten, ihr Fusspilz sei nicht so schlimm und leicht behandelbar.  Die erste Folge endet damit, dass Sawaki aus einem nahestehenden Fenster pl\u00f6tzlich viele Bakterien herausfliegen sieht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_011.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_012.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_015.jpg\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-images\/moyamon_016.jpg\" \/><\/p>\n<p>Alles an dieser Serie ist gut: Die verr\u00fcckten Einf\u00e4lle, die Animation, die Musik und die Figuren. Besonders die Animation vermag zu \u00fcberzeugen. Weniger durch die Bewegungen der Figuren, sondern durch den gekonnten Einsatz von Flash\/3D-Kreaturen und Mikroben, die sich nahtlos mit der restlichen 2D-Animation vermengt. Wenn Hasegawa z.B. ein M\u00fclleimer \u00f6ffnet, fliesst ein kleiner Strom von Kreaturen heraus und prallt an Sawakis Kopf, wodurch die Mikroben in alle Richtungen verteilt werden. Die Kreaturen selber sind unglaublich knuffig und erinnern an die netten Viecher in <em>Denno Coil<\/em>. Gr\u00fcner Schimmel sieht z.B. aus wie ein kleines gr\u00fcnes M\u00e4nnchen mit dem Kopf einer Sellerie.<\/p>\n<p>Ein kurzes Wort zum Vor- und Abspann: Sie zeigen Mikroorganismen am herumschwirren und herumrennen. Selten habe ich so \u00fcberzeugende 3D-Effekte in einem Anime gesehen &#8211; im Vorspann wurden die Bilder der 3D-Mikroben mit echten Aufnahmen kombiniert. Die Bilder wirken in ihrer Machart extrem glaubw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Hinter Moyashimon steckt das Studio <em>Telecom Animation <\/em>mit einem talentierten Staff, das teils auch am Ghibli-Film <em>Pom Poko<\/em> beteiligt gewesen ist. Die Serie l\u00e4uft auf dem Sender <em>Fuji TV <\/em>im Rahmen des Sendegef\u00e4sses &#8220;Animation\/Noitamina&#8221;, das f\u00fcr qualitativ hochwertige Serien gedacht ist, die junge Frauen ansprechen sollen (unter dem Label &#8220;Animation\/Noitamina&#8221; liefen unter anderem auch <em>Honey &amp; Clover<\/em>, <em>Hataraki-man<\/em>, <em>Paradise Kiss <\/em>oder <em>Jy\u00fb\u00f4-sei<\/em>).  Die offiziellen Webseiten findet ihr <a href=\"http:\/\/www.telecom-anime.com\/moyashimon\/\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.kamosuzo.tv\/top.html\">hier<\/a>.<\/p>\n<p id=\"ftn1\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"margin-left: 14.2pt; text-indent: -14.2pt\"><span><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sie noch, Anime-Serien, die fernab von ausgetrampelten Pfaden was Neues und Innovatives bieten. Moyashimon &#8211; Tales of Agriculture ist so eine Serie. Die erste Folge l\u00e4sst das \u00fcbliche Sh\u00f4nen- und Harem-Einerlei meilenweit hinter sich und zeigt, worauf es bei intelligenter Unterhaltung ankommt. Moyashimon basiert auf dem gleichnamigen Manga von Masayuki Ishikawa. 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