Independent Animation: Fumi’s confession

Bloged in Anime by Ataru Tuesday November 17, 2009

Wenn man Nachrichten über den Zustand der japanischen Anime-Industrie liest und sich Serien der letzten paar Seasons anschaut, kriegt man den Eindruck, als ob es der gegenwärtigen Industrie an talentierten Animatoren mangeln würde. Verzweifeln sollte man allerdings nicht, es gibt nämlich in Japan noch immer Studenten klassischer 2D-Animation, die echt begabt sind. Das beweist folgendes Video:

Der Clip “Fumi no Kokuhaku” stammt von einem Studenten einer Animationsschule mit dem Nickname “Tete”. Er hat den Clip ausserhalb des Unterrichts privat entworfen und innert 6 Monaten produziert. Auf dieser Seite erfährt man, dass er sich gerne einen festen Job in der Animationsfilm-Branche wünscht. Das wird ihm sicherlich gelingen, denn dieser kurze Clip schlägt die Animation durchschnittlicher TV-Serien um Längen. Einerseits hat er für Fumi ein schlankes Characterdesign gewählt, das geradezu nach den klassischen westlichen Animationsregeln der Deformation – des Hüpfens, Stauchen und Streckens – animiert werden will, und andererseits liefert er sehr saubere Arbeit ab. Die 2D-Animation ist, zusammen mit der rasanten 3D-Grafik, sehr aufregend geraten. Die Art und Weise, wie er Fumi animiert, erinnert mich ein wenig an die Qualitätsarbeiten der Studio 4C Animatoren und an Clips von westlichen Animationsstudenten. Der Clip ist hauptsächlich eine Studie um zu zeigen, wie man rasante Action inszenieren und animieren kann. Wenn jeder dritte TV-Anime in jeder weiteren Folge eine solche aufregende Sequenz aufweisen könnte, müsste man sich wahrlich keine Sorgen um die Qualität zukünftiger Animes mehr machen.

Infos zur Produktion:

– 2 Monate Planungszeit

– 6 Monate Produktionszeit

– 5 Mitarbeiter (neben “Tete” als Hauptanimator noch 3Personen  für die 3D-CGIs und 1 Tontechniker)

– Dauer: 2 Min. 22 Sek.

– 38 Einstellungen

Verwendete Software:

– Retas Studio (2D-Animation, Farbe)

– Photoshop CS2, CS3, CS4 (Hintergründe & Texturen)

– Adobe After Effects (Schnitt)

– Maya 2008 (3D CGI)

– Soundbooth CS4 & Adobe Audition 2.0 (Musik, Ton)

7 responses to “Independent Animation: Fumi’s confession”

  1. avatar seto says:

    das video hab ich vor kurzem auf sankaku gesehen.
    sehr edel!

  2. avatar Suzu says:

    Das Video hab ich auch vor ein paar Tagen gesehen und muss sagen: Hut ab!
    Wenn wir gerade bei Indie Animation sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=WGMOeg1-pQU

  3. avatar Kintaro says:

    Cooles Video, das lässt wirklich hoffen.

    Ich verstehe zwar nicht genau, was Fumiko am Schluss sagt. Ich verstehe nur: “うちが当たり前遊びする作っちゃる” Wie hast Du das verstanden?

  4. avatar Ataru says:

    Sie sagt: うちがあんたに毎朝味噌汁作っちゃるー (uchi ga anta ni maiasa misoshiru tsukuttcharu!”, was wie folgt übersetzt werden kann: “Ich koch für dich jeden Morgen Misosuppe!”

  5. Der Clip ist echt gelungen. Ein Wunder, dass sie das überlebt hat und der Junge am Ende auch.
    Immer wenn man denkt jetzt ist die rasante Talfahrt zu Ende, kommt wieder ein Abhang. Sehr beeindruckend und mitreißend.

    Danke fürs Posten.

  6. avatar Boijin says:

    Der Clip liegt wirklich weit über durchschnittlichem Serienniveau, aber natürlich muss man auch die Zeit bedenken, die er dafür hatte. Ich glaube der Grund für die derzeitige Flaute der Animeindustrie ist keinesfalls die mangelnde Animationsqualität, sondern die viel zu flachen Stories der Serien. Talentierte Zeichner gibt es in Japan sicherlich viele, aber wenn die Studios sich nicht wieder auf interessante Geschichten konzentrieren, anstatt immer mehr CGI-Schnickschnack zu verwenden, wird sich die Talfahrt für die Industrie genau wie im Clip fortsetzen. Vielleicht sollten sie einfach weniger Anime produzieren und dafür wieder mehr Zeit und Geld in jeden einzelnen setzen.

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